Therapie
Jeder Schritt zählt!
Bevor Sie mit dem Gehtraining beginnen, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Arzt sprechen.
Er kann für Sie ein individuell passendes Gehtraining empfehlen oder Ihnen Kontakt zu Trainingsgruppen vermitteln.
- 3 Mal pro Woche 30 Minuten bis 1 Stunde gehen.
- Rasch gehen bis leichte Schmerzen einsetzen. Das ist Ihre momentan maximal mögliche Gehstrecke.
- Eine Ruhepause von 1 Minute einlegen.
- Nur 90 Prozent der vorherigen Strecke wieder gehen, d.h. stehen bleiben bevor der Schmerz erneut einsetzt.
- Erneut eine Pause von 1 Minute einlegen.
- Dieses Trainingsprogramm 30 Minuten lang wiederholen, später 1 Stunde. Als Ergänzung zum Gehtraining können auch Gymnastik, Radfahren, Treppensteigen und Zehenstandsübungen im Alltag leicht durchgeführt werden, um die Durchblutung anzuregen.
Kathetertherapie und chirurgische Methoden
Im Krankenhaus können verschiedene Eingriffe zur Behandlung der PAVK durchgeführt werden, zum Beispiel:
- Kathetertherapie (PTA)
Bei der Kathetertherapie wird ein Ballon in das verengte Blutgefäß eingebracht und dort aufgeblasen. Dadurch wird das verengte Blutgefäß geweitet. Das Blut kann wieder ungehindert fließen und Sauerstoff und Nährstoffe in das unterversorgte Gewebe transportieren. - Stent
Wenn die Gefahr besteht, dass sich das Blutgefäß nach der Kathetertherapie wieder verschließt, kann zusätzlich ein Stent (Gefäßstütze) eingesetzt werden. - Gefäßoperation/Bypass
Bei einer Gefäßoperation kann das verengte Blutgefäß geöffnet werden, oder ein Bypass (Umleitung) gelegt werden, um die verengte Stelle zu umgehen. Dieser Bypass kann aus einem körpereigenen Blutgefäß oder einem Kunststoffschlauch bestehen.
Medikamente bei PAVK
Der Einsatz von Medikamenten ist bereits bei der Bekämpfung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Diabetes sinnvoll, um ein Entstehen bzw. Fortschreiten der PAVK zu verhindern. Zur Prophylaxe und in frühen Stadien der PAVK werden vor allem Medikamente verwendet, die die Fließeigenschaften des Blutes verbessern. In schweren Stadien der PAVK (III und IV) und wenn zum Beispiel eine Kathetertherapie nicht möglich ist, werden erfolgreich Prostaglandine eingesetzt. Insbesondere der Wirkstoff Prostaglandin E1 hat in zahlreichen Studien seine positive Wirkung bei Patienten mit PAVK bewiesen.
- Fördert die Durchblutung
- Verbessert die Fließeigenschaften des Blutes
- Verhindert die Bildung von Blutgerinnseln
- Kleinere, bestehende Blutgerinnsel werden aufgelöst
- Verlangsamt das Fortschreiten der Arteriosklerose
- Verbessert den Austausch von Sauerstoff und Nährstoffen mit dem Gewebe
- Verringert den Fettgehalt in den Wänden der Blutgefäße
- Wirkt entzündungshemmend

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